Laufás und das Zuhause vom Weihnachtsmann

Meine erstes Wochenende stand vor der Tür und ich war natürlich gespannt darauf die Gegend zu erkunden.
Von meiner Chefin habe ich mein Auto bekommen, ein roter Hyundai Elantra und ich konnte los, Eyjafjörður ich komme! Nachdem ich mich nach einigen Fehltritten an die Automatikschaltung gewöhnt hatte, bin ich auf der anderen Seite des Fjords Richtung Grenivik (ins Tal der Trolle) gefahren. Die Fahrt war unglaublich schön, ich hatte recht gutes Wetter, immer wieder waren die Berge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, so dass ich immer wieder anhalten musste, um Fotos zu machen.

Dann war ich in Laufás. Das ist ein altes Museums-Gehöft das bis 1936 bewohnt war. Von außen sieht es schön und urig aus, eine freundliche Holzfassade und ein Dach, das komplett mit Gras bewachsen ist. Wenn man jedoch über die Schwelle tritt, merkt man gleich, dass das Leben hier drinnen bestimmt nicht sehr komfortabel war. Die Wände sind teilweise unvertäfelt, es ist dunkel und es konnte nicht beheizt werden. Das ganze Gehöft hatte 2 Eingänge und alle 11 Räume waren miteinander verbunden und wurden von 20 bis 30 Personen bewohnt. Außerdem bekam ich einen Einblick, mit welch einfachen Gegenständen hier das Leben noch vor hundert Jahren statt gefunden hat.

Auf dem Rückweg versuchte ich dann endlich mal bis ans Wasser zu kommen. Ich fand auch eine kleine Halbinsel zu der ich unbedingt hinunter wollte. Einen richtigen Weg gab es nicht, also kraxelte ich einen schlechten Trampelpfad nach unten und genoss es dann, einige Zeit am Wasser zu sein, den Wellen und Enten zu zuschauen und die ungestörte Natur um mich herum zu haben.

Am Sonntag, nach einer kleinen Stadtführung  „Akureyri im Schnelldurchgang“ machten wir einen kleinen Ausflug . Meine Chefin erzählte mir von einem Shop in dem es immer Weihnachtsartikel gibt und ich dachte mir, die spinnen die Isländer (wie die Heidelberger, dort gibt es ja auch einen Weihnachtsshop). Als wir dann aber auf den Parkplatz eingebogen sind und ich das Haus gesehen habe, wurde auch ich wieder zum Kind. Es war, als ob man vor der Haustür des Weihnachtsmanns steht. Innen war es dann wirklich sehr weihnachtlich, es duftete nach Tannenbaum und Plätzchen und es ertönten Weihnachtslieder. Es gibt dort einfach alles, was man an Weihnachten so brauchen könnte. Außerdem wurde mir viel zur isländischen Adventszeit und Weihnachten erklärt, aber darüber werde ich euch zu gegebener Zeit mehr erzählen.
Am Nachmittag bin ich dann noch mal in den „Wald“ aufgebrochen um dort eine Runde spazieren zu gehen, während mir die ersten Schneeflocken um die Nase geweht sind. Der Wald in Island ist nicht mit einem unserem deutschen Wald zu vergleichen, es gibt nur Tannen und Birken. Die Bäume wirken oft verkrüppelt und sind sehr zierlich.

Das war mein erstes Wochenende in Island und ich freue mich schon auf das nächste, wenn ich dann meinen Erkundungsradius etwas ausdehnen kann.

Eure Sabine

This entry was posted on Montag, September 17th, 2007 at 11:35 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

One Response to “Laufás und das Zuhause vom Weihnachtsmann”

  1. Jana Says:

    Ein Freund hat mir deinen Blog gerade empfohlen und dann hatte ich gedacht schaue ich doch einmal vorbei. Und ich muss sagen ich finde ihn sehr gut, ich glaube er koennte zu meinen Stammblogs dazu kommen bei denen ich regelmae