Mein Sprachkurs, Dalvik und andere schöne Ecken

Mein Sprachkurs fing letzten Montag an, und ich bin mit 3 Chinesen, einem Kanadier, einigen Polen und 2 anderen Deutschen in einer Klasse. Der Kurs macht Spaß, ich lerne eine Menge, nur die Aussprache hat es echt in sich. Das wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich diese merkwürdigen Laute aus mir heraus bringen werde. Aber dafür verstehe ich immer mehr einzelne Wörter.

Letzten Freitag war ich das erste Mal hier im Schwimmbad – ein Traum. Nur warmes Wasser und alle Becken sind im Freien. Und selbst wenn man das Becken wechselt ist es nicht kalt, da man durch das Wasser so aufgeheizt ist. Es ist echt super nach einer arbeitsreichen Woche in so einem „Hot Pot“ zu entspannen.

Samstags hab ich mich dann nach Dalvik aufgemacht, die nächste größere Ortschaft, zumindest auf der Karte. Es hat sich als verschlafenes Dörfchen entpuppt, das aber eine unbeschreiblich schöne Natur um sich hat. Es kommen einfach aus den Felsen kleine Wasserfälle heraus und es gibt richtig steile Klippen zum Meer hinunter. Außerdem hat man von dort einen tollen Ausblick auf die Insel Hrísey. Dalvik ist auch das letzte Dorf bevor der Fjord ins Meer mündet.
Danach bin ich noch durch einen abenteuerlich kleinen (einspurigen) Tunnel mit Gegenverkehr gefahren und kam im nächsten Fjord wieder heraus. Allerdings habe ich es auch hier ein bisschen vermisst, bis ans Wasser zu kommen.

Mit einer sehr netten deutschen Frau in meinem Alter, die ich in der Touristen-Info kennen gelernt habe, bin ich am Wochenende losgezogen und habe einen 10 km langen Spaziergang entlang der Eyjafjörðara gemacht. Über viele Rinnsale des Flusses, vorbei an Islandpferden und unglaublich wolligen Schafen, die sich erstaunlich schnell bewegen können, wenn z.B. ein Hund auf sie zu rennt. Das Wasser der kleinen Flüsschen war wunderbar klar und Cosima erzählte mir, dass man es bedenkenlos trinken kann. Ich habe es nicht ausprobiert – es war mir zu kalt.

Am Sonntag bin ich dann nach Gásir gefahren und siehe da, man kommt doch ohne größere Hindernisse bis ans Wasser. Das ist eine Landzunge, die sich in den Fjord zieht und sich dann in zwei lange Arme aufteilt. Man kann schön am schwarzen Strand entlang spazieren und den Wellen beim Rauschen zuhören, vereinzelt ein paar Muscheln sammeln und einfach nur seinen Gedanken nachhängen.

Ansonsten habe ich viel Arbeit und bin ständig mit meiner Chefin bei irgendwelchen Leuten, die ich nicht kenne, zum Essen eingeladen. Die Verständigung ist dann meistens ein bisschen mühsam, da sich die Isländer nicht wirklich trauen mit mir Englisch zu sprechen und ich noch keinen ganzen Satz auf Isländisch hinbekomme. Aber mit Händen und Füßen klappt es dann doch immer irgendwie.

Das ist der neuste Stand aus Island und ich melde mich bald wieder.

Eure Sabine

This entry was posted on Montag, Oktober 15th, 2007 at 12:04 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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