Die Eishöhle Lofthellir

Am Samstag war es soweit, Thorsten konnte seinen Geburtstagsgutschein für die Eishöhle Lofthellir am Myvatn einlösen. Um 10 Uhr trafen wir uns mit dem Guide an der Touristeninformation am Myvatn. Mit dem Superjeep fuhren wir ca. 45 Min. durch ein riesiges Lavafeld. Wir stellten den Jeep mitten im Niemandsland ab und kraxelten nochmal 20 Min. über vereistes Lava. Auf einmal standen wir vor einem großen Loch im Boden. Das Loch wurde das erste Mal 1984 von einem Flugzeug aus gesichtet, darum heißt die Höhle Lofthellir (Lufthöhle). Nachdem wir über die Leiter in das Loch abgestiegen waren, tauschten wir unsere Wanderstiefel gegen Gummistiefel mit Spikes. Dann hieß es für uns: “Helm auf und Hirnbirn an”. Wie wateten durch knöchelhohes eiskaltes Wasser bis zum Eingang der Höhle. Der Einstieg war ein kleines Loch und wir mussten durch die 1,5 m dicke Wand  robben. Kaum drinnen haben wir uns auch schon an einem Seil den ersten Eisberg hochgekämpft und Eisskulpturen tauchten vor uns auf. Wir entdeckten das Schloss der Eiskönigin (hier würde sie auf jeden Fall wohnen, wenn es sie in Island geben würde), Eissäulen und Eiszapfen. Viele von ihnen waren von den Spuren des Sommers gezeichnet, durch das herabtropfende “warme” Wasser hatten sich Löcher und Mulden gebildet. Jetzt im November fangen die Eisskulpturen wieder an zu wachsen, da die Temperatur in der Höhle etwas geringer ist als im Sommer. Auf dem Boden entdeckten wir vom Eis eingeschlossene Felsstücke, die in den Frühlingsmonaten durch das gefrorene Wasser vom Fels abgesprengt werden. Der Eisboden war an einigen Stellen bis zu 30m dick. In der Mitte der Führung schalteten wir für einige Minuten alle Lampen aus und lauschten den Klängen der Wassertropfen. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorüber und wir mussten uns wieder auf den Rückweg machen. Weitere Informationen zu der Höhlentour gibt es auf der Internetseite www.sagatravel.is.
Da in Island die Vorweihnachtszeit schon in vollem Gange ist, machten wir uns noch auf den Weg nach Dimmuborgir. Der Guide hatte uns verraten, dass dort um 15 Uhr die Weihnachtsgesellen ihr Unwesen treiben. Viele Kinder standen schon am Eingang bereit und riefen nach den Jólasveinar (Weihnachtsgesellen). Die wartende Menschenmenge machte sich auf den Weg durch die Lavalandschaft. Auf einmal konnte man immer wieder auf einem Berg oder auf einem Felsvorsprung die Jólasveinar sehen. Sie gesellten sich unter die Menschen und trieben mit den Kindern ihre Steiche. Gegen Ende bekam jedes Kind eine Kerze und die Weihnachtsgesellen begrüßten die Vorweihnachtszeit und sangen einige Lieder.
Diesen wunderschönen Tag ließen wir im Nature-Bath ausklingen und konnten endlich wieder auftauen.

Viele Grüße

Thorsten und Biene


This entry was posted on Montag, November 23rd, 2009 at 23:17 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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